Öffentlichkeitsarbeit

Vorwort

Sprichwörter wie „Nur wer sich räuspert, wird gehört”, "Klappern gehört zum Handwerk", „Tue Gutes und rede darüber” unterstreichen, wie wichtig und notwendig Öffentlichkeitsarbeit für das Jugendrotkreuz ist. Noch deutlicher wird die Notwendigkeit von Öffentlichkeitsarbeit mit der Geschichte vom Huhn und dem Ei aufgezeigt: "Wenn eine Ente ein Ei legt, bleibt sie ganz still. Das Huhn hingegen gackert es laut in die Welt hinaus. Was ist der Erfolg? Die Nachfrage nach Hühnereiern ist viel größer als nach Enteneiern. Wer im Wettbewerb bestehen will, muß "gackern", muß sich und sein Angebot „bekannt machen.” (Aus Pressemappe "Farbe bekennen - Menschlichkeit zeigen" des Jugendrotkreuz im DRK-Landesverband Nordrhein).

 

Wer eine Wirkung nach außen erzielen will, wer in der Öffentlichkeit etwas erreichen will, der muß Öffentlichkeitsarbeit aktiv betreiben, die Medien wie Presse, Rundfunk, Fernsehen in seine Jugendarbeit mit einbeziehen. Eine noch so gute Jugendarbeit verliert an Bedeutung, wenn sie nicht durch entsprechende Öffentlichkeitsarbeit begleitet wird. Die Jugendarbeit, die Ideen, Aktivitäten und Leistungen des Jugendrotkreuz können nur mit geeigneten Mitteln der Öffentlichkeit für andere dargestellt werden. Geeignete Mittel der Offentlichkeitsarbeit des Jugendrotkreuz sind z.B. Aktionen wie Forum, Kinderfeste, Wettbewerbe, Presseartikel, Plakate, Flugblätter, Infostände, Videofilme über Veranstaltungen. Das Jugendrotkreuz muß sich an die Öffentlichkeit wenden, an Menschen also, die nichts mit dem Verband zu tun haben, ihn möglicherweise gar nicht oder falsch kennen. Diese sollten interessiert werden, bei ihnen sollten Unkenntnis und möglicherweise Vorurteile beseitigt werden. Sie sollten im günstigsten Fall sogar zur aktiven Mitarbeit bewegt werden. Öffentlichkeitsarbeit muß dabei ein ständiges Anliegen sein.

 

Grundlagen der Öffentlichkeitsarbeit

Vier Schritte ("AIDA-Formel" nach der amerikanischen Werbepsychologie) sind wichtig:

A (= attention)  = die Aufmerksamkeit einfangen

I (= interest) = aus der kurzzeitigen Aufmerksamkeit ein dauerhaftes Interesse machen

D (= desire)  =  zwischen der Sache und der Person (des Lesers oder Betrachters)

eine Verbindung herstellen, also ein Bedürfnis, einen Wunsch wachrufen

A (= action) = dieses Bedürfnis (möglichst rasch) in aktives Handeln über-leiten

Dazu ein Beispiel mit einem Flugblatt

· Eine zugkräftige Überschrift fängt unsere Aufmerksamkeit ein (A)

Sie spricht in gut verständlicher Weise ein Thema/Problem an, von dem wir bisher wenig oder nichts wussten und bewirkt, dass wir uns näher dafür interessieren (I)

· Beim näheren Hinsehen und Nachdenken erfahren wir, dass das angesprochene Thema auch uns betrifft und kommen zu der Überzeugung, dass da etwas getan werden müsste (D)

· Schliesslich werden konkrete Handlungsweisen gefordert, die wir tatkräftig unterstützen und bei Aktionen mitwirken (A)

 

Ziele von Öffentlichkeitsarbeit

· Wirkung nach innen und aussen

· Werbung um Sympathie/Vertrauen

· Laufende Information/Imagepflege

· Werbung von Besuchern

· Werbung von Mitgliedern

· Geldbeschaffung

· Anerkennung (von der Öffentlichkeit allgemein und vom Verband)

· Einflussnahme auf Entscheidungen

· Unterstützung bestimmter Projekte

· Meinungsbildung

· Eigene Werbung

 

Zielgruppen

· Eigene aktive/passive Mitglieder und Jugendgruppen

· Mitarbeiter in den Ortsvereinen, Kreisverbänden, im LV

· Eltern

· Andere Jugendgruppen und Jugendverbände

· Bestimmte Teile der Jugend

· Bildungsreferenten/Jugendinstitutionen/Politiker

 

 

 

Literatur:


 
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