Schule und Jugendrotkreuz sind Lebensbereiche für Kinder und Jugendliche, die bereits seit Bestehen des Jugendrotkreuzes miteinander in Beziehung standen. In der Festschrift des DRK Landesverbandes Baden-Württemberg „125 Jahre Rotes Kreuz“ aus dem Jahre 1988 steht dazu einprägsam kurz:
„In den ersten zehn Jahren nach der Gründung, und zunächst auch nach dem Zweiten Weltkrieg, war die Arbeit des Deutschen Jugendrotkreuzes auf die Schuljugend ausgerichtet.“
Nach wie vor ist dem Jugendrotkreuz als „eigenständig arbeitendem Jugendverband“ die Zusammenarbeit mit Schule so wichtig, dass es diese in seiner Ordnung ausdrücklich und an erster Stelle erwähnt: „Innerhalb seiner Zielvorstellungen arbeitet das JRK mit Schulen und anderen Bildungseinrichtungen ... zusammen.“
Es galt und gilt in einem konstruktiven Prozess differenzierte und tragfähige Formen dieser Zusammenarbeit zu finden und mit Leben zu füllen. Erleichtert wird gegenwärtig dieser Prozess durch die Öffnung der Schule in die sie umgebenden Lernfelder, die Durchführung von (Schul-)Projekten, den Bedeutungsgewinn von sozialem Lernen, der Einrichtung von Ganztagesschulen, von Schulsozialarbeit und vielen anderen schulischen Faktoren.
Jugendrotkreuz und Schule ist ein Bereich, der nicht stets nach einem „Einheitskonzept“ und rezepthaft tätig werden kann. Er ist bei genauerer Betrachtung sehr verschieden von Kreisverband zu Kreisverband, von Schulart zu Schulart, von Schule zu Schule, von aktiven Personen zu aktiven Personen, usw. Somit ist der gesamte Bereich wechselnden Gegebenheiten und damit der Veränderung unterworfen.
Im 12. der 15 „Leitsätze des Jugendrotkreuzes“ findet sich der Kristallisationspunkt für nachhaltige JRK-Schularbeit: Die Erste Hilfe. So gibt es Kooperationen von Schulen und Rotem Kreuz, wie z.B. an der Grund- und Hauptschule in Höpfingen, die im Jahre 2004 auf 25 Jahre (ununterbrochen) „AG Rotes Kreuz“ zurückblicken können.
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