Schulsanitätsdienst

Die Idee des Schulsanitätsdienstes greift nun gerade diesen Gedanken der Vermittlung von Erste-Hilfe-Wissen und Erste-Hilfe-Können auf, führt ihn pädagogisch weiter und erweitert ihn z. B. inhaltlich  um Elemente aus der Gesundheitserziehung, Sicherheitserziehung, Verkehrserziehung, Gewaltprävention, Suchtprävention, Sozialerziehung, ... .

 

Schulsanitäterinnen und Schulsanitäter sind fit in Erster Hilfe und können verletzten oder erkrankten Mitmenschen wirksam helfen. Dabei werden Unterrichtsinhalte direkt in praktisches Handeln umgesetzt, soziale Verhaltensweisen gelernt und Verantwortung für den Mitmenschen entwickelt. Das Selbstbewusstsein der beteiligten Kinder und Jugendlichen wird gestärkt.

 

Der Schulsanitätsdienst sollte als eine ständige Arbeitsgemeinschaft der Schule etabliert und von einer Lehrkraft betreut werden (die auch „Erste-Hilfe-Ausbilder“ ist), mit dem Kreisverband/Ortsverein über den Schulbetreuer in engem Kontakt stehen, von der Schule und dem Kreisverband einvernehmlich und angemessen ausgestattet und unterstützt werden. Genauere Angaben zum Schulsanitätsdienst finden sich in dem Flyer: „Uns ist lieber, wenn nichts passiert, ...“, dem Heft: „Gesamtdarstellung der JRK-Schularbeit und entsprechenden Seiten auf der JRK-Homepage des Landesverbandes.

 

Der Landesverband bietet ferner Beratung für Personen aus Schule und Rotem Kreuz an und hält bestimmte Materialien für Schulsanitätsdienstgruppen vor: Plakate, Aufkleber, T-Shirts, Broschüren, Ausweise, Urkunden, ... . An der Landesschule des Roten Kreuzes in Pfalzgrafenweiler können sich Lehrkräfte aller Schularten während eines einwöchigen Lehrgangs zum Erste-Hilfe-Ausbilder qualifizieren und damit selbständig Erste-Hilfe-Kurse durchführen. Weitere ständige Ausbildungsangebote für Lehrkräfte sind: RUD-Schnupperkurs, EH in der Grundschule unterrichten, Werkstattseminar zum Grundschulprogramm, Notfallbewältigung an der Schule,... .

 

Speziell für Schulsanitätsdienstgruppen wird vom Landesverband jährlich ein „Erste-Hilfe-Turnier für fortgeschrittene Schulsanitätsdienstgruppen“ und der „Schulsanitätstag“ als  die große Begegnungsveranstaltung für Schulsanitätsdienstgruppen ausgerichtet. Der „Treffpunkt Schulsanitätsdienst“ ist der Ort, an dem sich alle im Schulsanitätsdienst und der Schularbeit engagierten Personen (betreuende Lehrer, Schulbetreuer der Kreisverbände, Schulsanitäter, Mitglieder der Ideenwerkstatt, ...) zu einem Informations- und Arbeitstag mit viel Raum für informelle Gespräche treffen.

 

Zur Zeit gibt es - Tendenz zunehmend -  zwischen 150 und 200 Schulsanitätsdienstgruppen an den Schulen in  Baden-Württemberg.

 

Die SSD-Impulse auf der JRK-Homepage sind insbesondere als hilfreiche Anregung und Unterstützung der Arbeit der betreuenden Lehrkräfte im Schulsanitätsdienst gedacht.

 

Aktuelle Überlegungen beschäftigen sich mit einer Weiterentwicklung in dem Sinne, dass im Schulsanitätsdienst besonders engagierte Schülerinnen und Schüler zu „SSD-Assistenten“ ausgebildet werden, die den betreuenden Lehrer nach Möglichkeit unterstützen und damit auch entlasten.

 


 
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